Best-of against Corona...

 

Das Virus wird wohl noch ein Weilchen bleiben. Manches geht online, aber der perönliche Kontakt ist doch schwierig zu ersetzen und mir persönlich fehlt er sehr.

 

Aber ich bin zuversichtlich, dass wir irgendeinen Umgang mit der Situation finden und dass auch das Unterrichten mit mehren Menschen in einem Raum wieder möglich sein wird.

 

Aber wie wird es dann sein? Brauche ich einen größeren Gruppenraum, damit wir nicht so eng nebeneinander sitzen? Trauen wir uns noch, tief einzuatmen, wenn mein Nachbar gerade tief ausgeatmet hat??? Lassen wir uns noch berühren? 

 

Fragen über Fragen. Das Vertrauen wiederzuerlangen, das mein (körperliches) Gegenüber keine Gefahr für mich darstellt, sondern ein Bereicherung ist, wird bestimmt eine gewisse Zeit dauern. 

 

Was brauchen wir bis dahin besonders? Wie kann Yoga mich unterstützen?

Hier sind meine persönlichen Best-of-against Corona-Tipps!

 

Gesunde Ernährung

Hortest du schon Dosen? Hoffentlich nicht. Denn das Angebot an frischen Nahrungsmitteln ist bei uns nach wie vor riesengroß und: wann hatten wir jemals so viel Zeit zum Selberkochen??

Also ran an die Töpfe und probier mal das Rezept aus, dass du immer schon immer mal ausprobieren wolltest und beglücke einen oder mehrere liebe Menschen in deinem Haushalt! Dein Darm als großer Teil deines Immunsystems wird sich freuen und dein Herz auch :)

 

Jala-Neti - Die Nasenreinigung/ Spülen der Nasengänge mit lauwarmen Salwasser

Ich möchte hier keine konkrete Anleitung geben, denn die gibt es reichlich im Netz, inclusive Kontraindikationen. Also bitte unbedingt vorher gut durchlesen! Jala Neti befreit die Nasengänge von allerhand "Unrat" und ist als Vorbeugung für Infekte wunderbar geeignet!

 

Tägliche Sonnengrüße

Dein Körper bleibt beweglich und ganz wichtig: du kommst hoffentlich ins Schwitzen, dein Körper wird schön durchgewärmt und schlechtes Karma und Keime werden verbrannt!

Der Sonnengruß weckt auch die Sonne in DIR! Frag dich: Womit kann ich heute strahlen? Was kann ich mir und anderen Gutes tun? Vergrab dich nicht in Negativschlagzeilen, sondern im Gegenteil: Strahle bitte noch ein bisschen mehr als sonst! Lächle! Dein Umfeld wird es dir danken und Viren haben bei guter Ausstrahlung und innerer Zufriedenheit deutlich weniger Chancen!

 

Baue ein paar Bauchmuskelübungen ein!

Das was wir jetzt wirklich viel brauchen, ist Kraft und ein guter Wille, durchzuhalten, in unserer Mitte zu bleiben, geduldig zu sein und: auch übermäßiger Aggression keine Chance zu geben!!

Also stärke auch deine körperliche Mitte (Du willst mehr wissen? Dann such mal im Internet nach "Manipura - Chakra").

 

Atmen - eine wunderschöne Meditation.

Hast du dich auch schon mal dabei erwischt, den Atem beim Einkaufen anzuhalten? Oder wenn jemand ohne den gebotenen Mindestabstand an dir vorbeiläuft? Mir passiert es ehrlich gesagt dauernd. Und vielleicht macht es sogar Sinn?

Jedenfalls sollten wir nicht dauerhaft so flach atmen. Und daher hier eine wunderschöne Meditation um den Atem zu vertiefen und gleichzeitig nie zu vergessen, dass trotz allem Social Distancing ALLES mit ALLEM verbunden ist!

 

1. Finde einen bequemen und aufrechten Sitz. Gerne im Fersen- oder Schneidersitz. Gerne mit Klötzen oder Kissen unter den Knien oder auch auf einem Stuhl mit gut verwurzelten Füßen auf dem Boden. Sitze aufrecht aber entspannt. Schließe gerne die Augen oder lass den Blick weich werden.

 

2. Nimm deinen Atem wahr, ohne etwas zu verändern. Verweile so für 1 - 2 Minuten.

 

3. Stelle dir nun einen wunderbaren großen Baum vor. Vielleicht hast du sogar einen Baum vor der Tür, unter dem du sitzen oder mit dem du dich verbinden kannst!

Stelle dir nun vor, dass jeder deiner Einatemzüge das Ausatmen des Baumes ist und jeder deiner Ausatemzüge das Einatmen des Baumes. Empfange den Einatem, nimm etwas von dem Raum um dich herum in dich auf. Lasse den Ausatem geschehen und gib etwas von dir an den Raum um dich herum ab.

 

4. Löse in dieser Vorstellung das Bild des Getrenntseins auf und gebe dich stattdessen dem Gefühl der Verbundenheit hin. Genieße das. 

 

5. Nimm dieses Gefühl der Verbundenheit mit in deinen Alltag, wenn du dein Bewusstsein langsam wieder ins Außen bringst. Gerne komme für einen Moment in die Haltung des Kindes (siehe unten).

 

Shavasana - die Endentspannung

Lege dich für 5-10 Minuten auf den Rücken in Shavasana, der Entspannungshaltung.

Lass den Atem weiter kommen und gehen. Verweile in Stille.

 

Am Ende kannst du dir die Affirmation sagen: "Ich bin stark und voller positiver Energie!"

 

Und was, wenn es mich doch erwischt????

Wenn ich einfach nur Angst habe, vor allem was vielleicht (noch) kommt?

Mich Existenz- und Gesundheitssorgen plagen?

 

Dann hilft nur noch eins. Und zwar etwas, dass vielen Menschen heutzutage ganz schön schwerfällt, weil es nämlich vor allem bedeutet, für den Moment einmal nicht mehr der Handelnde zu sein und wo man sich vielleicht fragt: Was soll das bringen?                       

                             

                                         Das Zauberwort heißt:                Hingabe

 

Und sie lässt sich wunderbar erfahren in der Haltung des Kindes/ Balasana.

 

Komme in den Fersensitz, beuge dich nach vorn und lege dann deine Stirn auf den Boden. Wenn dir das nicht möglich ist, lege dir ein oder mehrere Kissen unter den Kopf oder zwischen Gesäß und Unterschenkel. Lege deine Arme gestreckt nach vorne ab, die Handflächen Richtung Boden. Atme aus. Atme weiter. Und mit jeder Ausatmung lass dich fallen und deinen ganzen Körper Richtung Boden sinken. Gib alles ab. Stell dir vor, jede Verantwortung, jeder Zwang zum Handeln fließt aus dir heraus. Du lässt für den Moment die Verantwortung los. Die Angst. Die Vorstellungen über die Zukunft. Die Zahlen der Infizierten und die Zahlen deines Kontoauszugs. Du kannst dich bald wieder um alles kümmern. Nur nicht jetzt. GIB AB!

 

Und vielleicht merkst du, wie schwer es dir momentan fällt. Aber dann ist es umso wichtiger, dies neben allen Aufgaben und allem Verantwortungsbewusstsein, immer wieder zu tun! LOSLASSEN! Und die Entwicklung an das Leben selbst abzugeben.

Den Punkt, den wir immer wieder erwischen müssen ist jener, an dem wir alles getan haben, was wir tun können. Denn es geht ja nicht darum, nicht zu handeln! Aber es gibt einen Punkt, an dem wir nicht noch mehr tun können, an dem wir eine Pause brauchen, an dem wir uns um uns kümmern müssen, um dann mit voller Kraft wieder für andere da zu sein. Der Punkt, an dem die Dinge einfach in eine andere Richtung laufen, als wir uns das gedacht haben und sich alte Strukturen erneuern wollen.

An dem es neben LOSLASSEN auch noch heißt ZULASSEN. Wie bitte, was???

Sobald wir diesen Punkt bei uns selber finden, versetzt es uns in die wunderbare Lage, auch bei anderen nachsichtiger zu sein. Denn: Jeder versucht ja gerade sein Bestes!

Klappt vielleicht nur nicht immer... Und das nicht nur in Corona - Zeiten.

 

Alles Liebe und kommt gut durch die nächste Zeit!

 

Namasté!

Das Höchste in mir grüßt das Höchste in dir.

Und wenn wir beide an diesem Ort sind,

dann sind wir eins.